TELEKOM: Die Kunden werden es schlucken, andere nachziehen!

Telekom Ding Ding Ding Abgezockt 75GB Drossel

Wieder einmal wird eine große und laute Welle der Empörung durch das Netz schwappen. Freilich ohne das sich das Verhalten selbst der lautesten Gegner wirklich massenhaft ändert. Im Gegenteil. Fast scheint es, als würde der Shitstorm eher die psychologische Waffe zur späteren Akzeptanz sein. Man hat ja versucht sich zu wehren – einzig genutzt hat es nichts.

Denn die Telekom will die Flatrate bei Internetanschlüssen streichen. Neukunden erhalten nur noch die ersten 75GB gratis im vollen Tempo. Danach soll eine Drosselung auf antikes Analogmodemtempo stattfinden. Bei heutigen Webseiten käme dies jedoch einem Spaten gleich, der die Leitung trennt und nur eine winzige Kupferlitze unbeschädigt lies.

 

 

Telekom Ding Ding Ding Abgezockt 75GB Drossel

Es gibt bereits heute eine große Anzahl von besseren Alternativen als der Telekom. Dennoch ist Deutschland der ehemaligen „Post“ erstaunlich treu geblieben. Das lag auch am Irrglauben, dass man dann ja alles „aus einer Hand“ hätte, und somit Probleme minimiert. Dass dies nicht immer stimmte, merkten nur wenige und auch erst zu spät. Denn durch die künstliche Trennung in Telekom und T-Online hatten ähnlich viele Telekom-Kunden Probleme auf der letzten Meile, wie auch Mitbewerber, die auf die Telekom angewiesen waren.

Zahlreiche Berichte über den Verlust der Telefonnummer beim Wechsel, wochenlangen Internetausfall und ähnliches werden Telekom-Kunden vor einem Wechsel zurück schrecken lassen. 75GB klingt doch erstmal noch nach so viel! Das wird man schon nicht überschreiten. Außerdem ist danach ja nicht Schluss, sondern nur langsamer. Wie falsch diese Sichtweise ist, wird wieder erst erkannt, wenn der Vertrag noch über 20 Monate läuft.

Da somit nicht mit einer größeren Abwanderungswelle zur Konkurrenz zu rechnen ist, wird die Telekom finanziell erstarken und Mitbewerber animiert sein, ihren Profit ebenso zu maximieren. Die Prügel hat ja die Telekom schon eingesteckt. Nachahmer können sich dann darauf berufen „sonst nicht mehr wettbewerbsfähig“ zu sein.

Meiner Meinung nach ist damit zu rechnen, dass somit das Ende der Flatrate in Deutschland bis 2020 eingeläutet ist. Es wäre etwas anderes, wenn ein kleiner, regionaler Anbieter eine solche Aktion gestartet hätte. Dieser wäre einfach sang-und-klanglos untergegangen. Die Telekom jedoch nicht. Der demografische Faktor wird ihr helfen. Zuviele ältere, in diesen Dingen schlechter informierte, träge – weil wechselunwillige – Kunden werden bei der Telekom bleiben.

Clever ist auch der Schachzug, die Drosselung nur bei Neuverträgen anzubringen. Dies verhindert Sonderkündigungsrechte von Bestandskunden und schönt somit auch die Statistiken. Kurzfristig wird die Telekom kaum sichtbar Kunden verlieren. Für Mitbewerber wird dies den Anschein erwecken, dass es sich lohnt, sich der Polonaise anzuschließen. Dazu braucht es noch nicht einmal ein Kartell. Der Effekt für den Endverbraucher wird jedoch der selbe sein.

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