Der Hai – demystifiziert von Rob Stewart

sharkwater-mDelphine liebt fast jeder. Robben auch. Hai werden gehasst.
Dabei sind Haie eigentlich faszinierende Tiere, die mit großer Eleganz das Meer durchpflügen. Schon erstaunlich, das es Hollywood mit der „Der weiße Hai“ Serie ganz alleine geschafft hat, dem Hai ein derartig schlechtes Image zu verpassen. Denn der Hai ist gefürchtet. Rob Stewart räumt mit fast allen Vorurteilen in seiner Doku „Sharkwater“ auf. Und bringt extrem interessante Fakten ins Spiel.
So hat der Hai gleich zwei Sinne mehr als der Mensch und ist eine der ältesten noch lebenden Arten überhaupt. Dadurch musste sich auch alles Leben im Meer an ihm orientieren. Gäbe es den Hai nicht, wären Robben nicht so flink und grazil im Wasser unterwegs. Rob erklärt ebenfalls wie wichtig der Hai für das ökologische Gleichgewicht der Meere ist.

Der Dokumentarfilm „Sharkwater“ ist einer der wenigen seiner Art die nicht langweilen, sondern echte Neuigkeiten inpetto haben. Eigentlich muss man ihn gesehen haben. Neben absolut wunderschönen Unterwasser Aufnahmen, nicht nur von Haien, ist der Film in eine Rahmenhandlung eingebettet und birgt soviel Erstaunliches, aber auch leicht verdaulich präsentiertes Fachwissen, das es eine Sünde ist, ihn nicht gesehen zu haben.

Besonderes Augenmerk erhält das kriminelle Haiflossen-Farmen, bei dem lebenden Haie ohne ihre Flossen zurück ins Meer geworfen werden wo sie qualvoll verenden. Ebenfalls wird über das Langleinenfischen berichtet. Bis zu 90km lange Fangleinen mit Haken werden ausgelegt um Haie zu fangen. Alle anderen daran gefangenen Tiere verenden zwar auch, werden aber nicht verwertet. Böse Sache, das. Uneffektiv obendrein. Aber es wird praktiziert. Vor allem auch deshalb, weil es die Öffentlichkeit nicht weiß.

Dieser Film ist einfach Wahnsinn. Er wird ihre Einstellung zu Haien für immer verändern! Lassen Sie sich nicht länger für blöd verkaufen! Lernen Sie die Wahrheit kennen!
Über 31 internationale Auszeichnungen und ein imdb-Score von aktuell 7,9 (!) belegen, das dieser Film absolute Weltklasse hat. Lassen Sie ihn sich nicht entgehen.

edit 17.09.09: Auweia. Der Stern hat eine lächerliche Fotoserie online gestellt: „Hai-Attacken! Die gefährlichsten Strände der Welt.“.  Zwar bemerkt der Stern selbst „Die „Hauptstadt der Hai-Angriffe“ liegt an der Ostküste Floridas. Die Gute Nachricht: Kein einziger Angriff endete tödlich“ .. Aber der zuständige Redakteur hat sich wohl kaum darüber gewundert, wie das zusammenpasst:
– Das gefährlichste Raubtier der Welt. Seit Jahrmillionen der Evolution perfektioniert.
– Die „Hauptstadt“ der Hai-Angriffe. (Gemeint ist wohl: Die meisten Angriffe)
– Aber komischerweise konnten Menschen den „Kampf“ gegen einen Hai „gewinnen“?
– Oder können Menschen im Wasser schneller flüchten als die sehr flinken Robben?
Es erübrigt sich wohl hier anzumerken was für ein Schwachsinn da verzapft wird, oder?

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1 Kommentar

  1. Da kann ich Dir nur recht geben. Ich habe im November 2008 einen Bericht in Planetopia auf SAT 1 gesehen, da wurde ganz klar deutlich, dass nicht die Haie die Monster sind, sondern die Menschen, die aus lauter Gier die Tiere auch noch qualvoll verenden lassen.

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