Werbung

Umfrage

Wie gut kennst du dich aus? Welche Zeit ist die Originale, die Echte?

View Results

Loading ... Loading ...

Kalender

August 2010
M D M D F S S
« Jul   Sep »
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031  

Archive

News - News

ABC=DKE, Danke Prof. Dunning!

“Wenn du die Menschen in drei Gruppen einteilst, nämlich A für die etwas Dümmeren, B für die Normalen und C für die kleinen Genies, dann wirst du es gar nicht so leicht haben, A von C zu unterscheiden.”..
.. so oder ähnlich versuche ich meist den Kern meiner ABC-Theorie zu erklären.

Denn mir ist aufgefallen, das erstaunlich oft die Dummen und die Genies recht ähnlich handeln. Selbstverständlich nicht immer und überall, also keine Sorge, es lohnt sich schon noch, in Gruppe C zu sein. Jedoch ist es viel einfacher, einen Menschen in Gruppe B zu kategorisieren, als in A oder C.

Ein Beispiel:
(Prolog) Sie kennen das Ziegenproblem? Der Moderator einer Quizshow bietet dem Kandidaten drei Türen an. Er dürfe eine auswählen und könne ein Auto gewinnen das hinter einer der Türen steht. Die anderen beiden Türen sind jedoch Nieten und dort warten eben .. Ziegen.
Hat der Kandidat nun eine Tür ausgewählt,  öffnet der Moderator eine der übriggebliebenen Türen und präsentiert eine der Ziegen mit den Worten: “Hier ist das Auto nicht. Möchten Sie Ihre Wahl beibehalten, oder vielleicht doch lieber die andere Tür auswählen?”.
An dieser Stelle mache ich es kurz:
Der Kandidat hat am Anfang eine 33%ige Chance auf das Auto. Nach der Öffnung einer Tür durch den Moderator und das Angebot sich umentscheiden zu können, sieht es so aus, als wenn der Kandidat so oder so eine 50%ige Chance hätte. Tatsächlich wurde aber bereits mathematisch bewiesen, das es nicht so ist.Wer seiner Tür treu bleibt, hat eine 33%ige Chance auf das Auto, wer wechselt, hat eine 66%ige!
Bezogen auf meine ABC-Kategoriesierung möchte ich behaupten, das die Reaktionen wie folgt wären:
- Gruppe A nimmt das Angebot des Moderators an und wählt die andere Tür.
Somit hat A seine Chance auf 66% erhöht, und eigentlich intelligent gehandelt. Jedoch war A nicht clever, sondern verängstigt und hat sich foppen lassen.
- Gruppe B bleibt seiner Wahl treu.
Leider dadurch nur 33% Chance. Aber hier war der (teilweise richtige) Gedanke: “Der Moderator ist nicht mein Freund, ein Angebot von ihm muss nicht zu meinem Vorteil gereichen. Außerdem ist meine Chance 50:50″. Gruppe B hat jedoch immerhin nachgedacht, reflektiert und daraufhin so qualifiziert wie nur möglich entschieden.
- Gruppe C kennt das Ziegenproblem, und hat optimalerweise sogar den mathematischen Beweis kapiert. Gruppe C wählt also selbstverständlich den Wechsel. Aber nicht, weil vor Aufregung eingeschüchtert, sondern wohlwissend, das der Moderator in der Tat nur zum Vorteil der TV-Manager verwirren wollte – Deren Mathematiker sich jedoch schlichtweg verrechnet haben!

Sie sehen also, es ist meist recht einfach B zu identifizieren. A und C lassen sich aber eben oft nicht so leicht auseinander halten. Vor allem auch deshalb, weil A oft gar nicht weiß, wie blöd oder ungebildet er ist – und dies mit einem Selbstbewußtsein überspielt von dem niemand so recht weiß wo es überhaupt herkommt.
B dagegen ist sich schon bewußt, nicht alles zu wissen. C weiß was er weiß, was er nicht weiß und er weiß aber eben auch das es viele Dinge gibt von denen er gar nicht weiß, das er sie nicht weiß.

Möchten Sie mir jetzt entgegenwerfen: “Der Mario spinnt ja total! Ist der auf Drogen oder durchgeknallt?“.
Ich kann Sie beruhigen. Keins von beidem. Es ist nur eine Theorie die schwer zu vermitteln ist. Aber achten Sie einmal selbst darauf. Selbst Ephraim Kishon hat auf diese Problematik in einer seiner Satiren schonmal Bezug genommen. Dort ging es um das Lottospiel. Die große Gruppe der B-Menschen spielte meist ohne Chance auf einen Gewinn, wobei die Gruppe A oder Gruppe C regelmäßig zumindest kleinere Gewinne einfuhr. Sodann ließ Kishon nur noch sein unbedarftes jüngstes Kind die Zahlen auswählen. Und er hatte Erfolg damit! Jedenfalls solange, bis der Nachwuchs plötzlich einmal “Lotto!” sagen konnte und fortan in Kategorie B aufgestiegen war… Kishon erzählt dies selbstverständlich humorvoller und ließ fortan seinen Hund die Zahlen auswählen.

Dunning-Krueger-Effect oder ABC=DKE
Eben wurde ich nun wieder an meine ABC-Theorie erinnert. Denn der Stern berichtet in seinem Artikel “Zu dumm um das zu begreifen” genau von dieser Mechanik. Nur das es diesmal ein Professor erklärt und nicht der kleine Mario. Ja. Der kleine Mario. Denn ich war 10 oder 11 als ich erstmals versuchte diesen Gedanken mit Erwachsenen zu teilen. Mein Erfolg war .. bescheiden. Und ist es bis heute geblieben.
Schön, das ich nun ein wenig kompetente Unterstützung erhalten habe :-)
Komisch, das es so lange brauchte.. die alte Volksweisheit wußte es immerhin auch schon lange: “Genie und Wahnsinn liegen nah beieinander!”.
Und so ist es. Meine ABC-Theorie trifft z.B. auch beim Skifahren zu.
Nehmen Sie drei Nicht-Ski-Fahrer:  einen Tölpel, einen Normalo und ein unsportliches wissenschaftliches Genie und stellen Sie alle drei erstmalig auf die Bretter. Wetten, daß sich zwei recht ähnlich ungeschickt anstellen und einer halbwegs klarkommt?

Share

Random Posts


Hinterlasse eine Antwort

  

  

  

You can use these HTML tags

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>