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Ins Messer laufen lassen: Entführte Bankiersfrau ist tot

Erstmal rudere ich vorsichtshalber schonmal hier zurück: Nein, ich finde natürlich nicht, das Leute entführen und Lösegeld erpressen toll ist. Ich finde auch nicht, das die Polizei komplett herausgehalten werden sollte… Aaaaaber.. man muss das mal differenzieren. Und ich finde, hier hat die Familie mit dem Leben von Maria Börgerl gespielt. Sie hätten einfach zahlen sollen..

Bankiersfamilie hat Blut an den Händen..
..denn sie hat vollkommen falsch gehandelt. Es mag ja schön sein, daß sie ein solch großes Vertrauen in den Staat und die Polizei haben. Aber es wäre wohl klüger gewesen, erst zu zahlen und dann ermitteln zu lassen.

Wie ich das meine?
Nun. Eine stinknormale Familie, deren Kind entführt wird und nur gegen 2 Millionen wieder freigelassen werden soll, hat gar keine andere Wahl. Sie muss sich an den Staat und die Polizei wenden. Eine Bankiersfamilie jedoch, die um lediglich 300.000,- Euro erpresst wird, sollte in der Lage sein diese Situation selbst zu managen. Und zwar im eigenen Interesse. Eine spätere, oder zumindest diskretere Hinzunahme der Polizei ist ja schon vollkommen richtig. Aber sich dann in die Medien zu stürzen und Krokodilstränen zu vergiessen, erinnert zu sehr an “Die Entführung der verrückten Mrs. Stone” in der es Danny deVito ganz recht war, als seine Frau entführt wurde..

Schuldaufteilung
Die mglw. ausschlagebende Situation für den Tod der Frau hat jedenfalls die Polizei zu verantworten. Es gab eine Panne mit dem Lösegeld und die Entführer – deren Ziel es ja ist, das Geld zu bekommen ohne sich erwischen zu lassen – liessen den “Honigtopf” unangetastet. Die sind ja auch nicht blöde. Wenn die Entführer einen Zeitrahmen absichtlich eng setzen um der Polizei keine Zeit für Tricks zu lassen, dann ist klar das der Deal geplatzt ist, wenn der Zeitrahmen überzogen wurde. Ausbaden durfte es nun die Bankiersfrau. Sie ist das Opfer von Entführern, schlampiger Polizei und einer Familie die wohl andere Prioritäten hatte. So war eine Belohnung in Höhe von 100.000,- Euro ausgesetzt worden um Maria Bögerl zu retten. Viel Geld. Klingt für mich aber trotzdem nach Rabattschlacht um das Leben des Opfers.

Presseinfos:
Der leitende Polizeidirektor Volker Lueck sagt: “Die Polizei wurde unmittelbar nach dem ersten Anruf des Täters informiert. Die enge zeitliche Vorgabe und sehr detaillierte Vorgaben des Täters haben verhindert, dass das Lösegeld rechtzeitig an der vorgesehenen Abladestelle niedergelegt werden konnte. Es wurde 15.27 Uhr verspätet dort abgelegt. Bis zum nächsten Morgen um 7.00 Uhr wurde das Lösegeld nicht abgeholt.”
Dazu sagt Mario: “Kein Wunder…” siehe oben. Wenn die Polizei auch glaubt, sie wäre 9x-klug und das Lösegeld erst verminen und verdrahten zu müssen…

Was ist deine Meinung?
Würdest du lieber alles dafür tun, deine geliebte Frau (deinen geliebten Mann) unversehrt zurück zu bekommen, oder wäre es dir wichtiger, das auch das Lösegeld wieder zu dir zurück findet?

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