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GEZ wird zur Wohnungssteuer

Mit uns Deutschen kann man es ja machen. Wir sind Schikanierung gewohnt.
Nun wird die GEZ geändert. Nicht mehr pro Person oder Gerät soll gezahlt werden, sondern ganz “einfach” pro Haushalt. Damit wird die WG solange Vorteile haben, bis der Staat den Haushalt neu definiert, und jeder der einen eigenen Zentimeter Platz im Kühlschrank hat, ein eigener Haushalt wird.

Konnte man sich bislang noch vor der GEZ retten, indem man Fernsehgeräte und Radios aus der Wohnung verbannt, so ist dies bald nur noch möglich wenn man sich selbst aus der Wohnung verbannt und obdachlos wird. Diese Entwicklung war absehbar.

Vor etlichen Jahren gab es einmal die Möglichkeit, GEZ-Beiträge zu vermeiden, wenn man sowieso keine öffentlich-rechtlichen Sender schauen wollte. Damals reichte eine SAT-Anlage und das kappen der Leitung zur Hausantenne. Da die GEZ aber nicht nach Leistung bezahlt werden soll, sondern seit jeher eine verkappte Form der Sauerstoffsteuer war, wurde diese neue Möglichkeit bald reglementiert; sprich verboten. Zügig schaltete sich dann das ÖR-TV auch auf die Satelliten auf. Natürlich rein aus Service-Gründen für die Bürger.
Plompen oder Software-Hacks, welche die Frequenzen des ÖR-TVs zuverlässig ausschlossen, wurden von der Regierung nicht anerkannt.

Nun sind wir ja gottseidank einen Schritt weiter.
Aber noch lange nicht am Ende. Schon gibt es erste Vorschläge, wie man Obdachlosen die sich der Zwangssteuer entziehen wollen, beikommen kann. Die Luftsteuer wird dabei wieder genannt, einige schlagen auch lieber den Begriff “Sauerstoffsteuer” vor. Die großen Parteien glauben aber, das es soweit nicht kommen muss. Schliesslich haben viele Handys schon ein Radio. Und bald wird jedes Internetzugriff haben. Und somit hat man ja einen eigenen Haushalt. Es sei also unnötig, die Bevölkerung zu verunsichern.
Der Einwand, das Obdachlose mglw. gar keine Handys haben, wurde abgeschmettert indem die Initiative “Wir verlieren zufällig Handys in Parkanlagen” gegründet wurde. Billige Handys gibt es ab 30,- Euro, so daß sich die Investition schon nach nur zwei Monaten amortisiert habe.

Die geplante Änderung der GEZ-Gebühren-Erfassung soll 2013 mit einem neuen Rundfunkstaatsvertrag in Kraft treten. Der Beitrag von rund 18,- Euro monatlich soll dabei (vorerst) gleich bleiben.

Weitere Infos: heise.de

2 comments to GEZ wird zur Wohnungssteuer

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