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Deepwater Horizon: Bohrloch verschlossen

Unverantwortlichkeit hat einen neuen Namen bekommen: BP!

Stellvertretend für alle anderen Gesellschaften natürlich nur – den prinzipiell hätte es die mglw. genauso gut treffen können.

Der eigentliche Skandal
Was meiner Meinung nach der eigentliche Skandal an der Sache ist, wird jedoch von den Medien totgeschwiegen. Allenfalls zwischen den Zeilen blitzt es gelegentlich auf:
Wie kann es sein, dass die Ölgesellschaften Bohrgenehmigungen erhalten, wenn sie offensichtlich keine Lösung für den Worst-Case haben?

Politik unfähiger als ein kleines Kind!
Bereits kleine Kinder kennen drei der mächtigsten verbalen Waffen die es gibt. “Was wäre denn wenn…“, “..und dann?” sowie “..und wenn das nicht klappt?“. Hätten die Politiker das auch noch drauf, hätte diese Katastrophe verhindert werden können.

Denn ein Kleinkind würde solange mit “..und dann?” usw. nerven, bis eines klar wird:
Die “Sicherheit” bei BP war nur max. dreistufig.
Noch viel schlimmer aber ist:

BP zu doof für Notfallplan!
BP hat wohl niemals “Titanic” geschaut.. Das Schiff galt unsinkbar.. weil sich niemand vorstellen konnte, das mehr als 4 Bereiche überflutet werden könnten. Tja. Es wurden 5 Bereiche und die Titanic sank. Die hatten auch keinen Notfallplan, sondern nur einen Alibi-Notfallplan. Ein paar wenige Rettungsboote.

BP machte das genauso.  Ach! Da passiert nix, und wenn dann haben wir den Stopfen da unten.
Scheinbar hat sich niemand gefragt, was man machen soll, wenn der Stopfen versagt…

Darf das denn wirklich sein, daß Unternehmen Genehmigungen kriegen, auch wenn sie keinen Plan für ein Worst-Case-Szenario haben? Wenn die nichtmal weiter als 2-3 Schritte denken können?

Aber auch außerhalb des Unternehmens BP gibt es anscheinend niemanden der genug Kompetenz hat. Denn plötzlich gibt es eine Handvoll (schlechter) Theorien, wie man das Loch stopfen könnte. Aber keinen Experten der eine Lösung vorschlagen kann, die garantiert funktioniert.
Wieso eigentlich nicht? Bohren die erst seit gestern??? Nein! Die bohren schon einige Dekaden!

BPs VVV-Lösung!
Die Lösung, die BP hat wird übrigens bereits praktiziert: Vertuschen, verleugnen und  verzögern!
Vertuschen: Mit Chemikalien wird versucht das Öl von der Oberfläche fernzuhalten
Verleugnen: Die tatsächliche Menge des ausgetretenen Öls wird verleugnet.
Verzögern: Selbst die Scheinversuche (Glocke) werden hinausgezögert und kommen sehr spät. Es werden keine Maßnahmen parallel vorbereitet um zügig angewandt werden zu können, wenn der vorige Plan fehlschlägt.

Vor allem aber: Es wird offensichtlich darauf gewartet, bis die Quelle sich leergesprudelt hat. Dann hat sich das Problem von selbst erledigt.

Placebo-Versuche
Die Stahlglocke, welche das Bohrloch abdichten sollte, kann ja wohl als schlechter Witz abgetan werden.. Kann ja gerne mal jeder zuhause den Selbstversuch starten: Man nehme eine Badewanne voll Wasser, einen Duschschlauch (Kopf abschrauben) und einen Fingerhut … Kurz: Ist doch klar, das so eine kleine Stahlglocke da vom hydraulischen Druck des Öls weggepustet wird!
Was? Wie? Istja kein Fingerhut, sondern eine Tonnenschwere Glocke? Ja und? Ist ja auch kein Duschschlauch, sondern ein fettes Bohrloch mit mächtig Druck dahinter!

Mein Fazit:
Ich finde es unglaublich, das es nicht schon längst Worst-Case-Lösungen gibt. Wieso fangen die “Experten” erst jetzt an, darüber überhaupt nachzudenken? Hierzulande dagegen muss sich jeder Pizzakoch mehr absichern!

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