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Skandalöse Zustände bei Germanys Next Topmodel – GNT

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Das es kein Zuckerschlecken ist, sich bei Heidi Klum für die Karriere als Topmodel Kanditatin vorzustellen haben wir ja alle mittlerweile sehen dürfen. Da werden die Mädels schonmal mit Insekten “geschmückt” oder dürfen frierend in Eiswürfeln warten.
Aber welche Mühen müssen selbst Mädchen auf sich nehmen, die überhaupt gar nicht ausgewählt werden?

Eine große Redaktion hat im Kölner Casting nun eine Redakteurin mitmachen lassen.  Ihren vollständigen Bericht können sie hier lesen.
Die wichtigsten Punkte auf die ich hier eingehen möchte sind folgende:
- 1936 Mädels sind in Köln zur Bewerbung angetreten
– Jede musste einen Koffer mit Kleidung für 14 Tage dabei haben.
– “Kameraverbot – Wer fotografiert, dem machen wir die Kamera kaputt!
– Raubrittermethoden – Taschen abgenommen, Verpflegung nur gegen Bares
Nur 180 Mädchen wurden überhaupt gecastet!

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1936 Mädels sind in Köln zur Bewerbung angetreten
Das sind eine Menge Menschen. Hoffentlich stimmt die Organisation. Tut sie aber nicht. Um 8:00 Uhr fangen Heidis Lakaien an zu arbeiten. Die Mädchen müssen Verträge unterschreiben. Schweigepflicht. Einige stehen zu diesem Zeitpunkt bei 0° C schon 2h vor der Tür.
Und sie werden noch länger stehen. Denn erst gegen 10:00 Uhr geht es in die Vorhalle. Die ist 10° C warm. Das eigentliche Casting wird erst um 14:00 Uhr beginnen – und um 17:00 Uhr schon beendet sein.

Jede musste einen Koffer mit Kleidung für 14 Tage dabei haben.
Ist das nicht eine ziemliche Schikane? Es ist doch absolut absehbar, das 99% von diesen fast 2000 Frauen ihren Koffer völlig umsonst gepackt haben. Und warum diese übertriebene Eile? Hätte es nicht auch gereicht zu verlangen, das solch ein Koffer zu Hause parat steht?
Oder geht es nach dem Casting sofort in die Karibik???
Außerdem kann nun auch keine Gewinnerin mehr sagen: “Ach, ich wollte gar nicht hin. War nur zufällig da und hab mich mit angestellt!”. Aber ob das gewollt ist, oder den Aufand wert ist?

“Kameraverbot – Wer fotografiert, dem machen wir die Kamera kaputt!”
Ich wußte gar nicht, das Heidi Klum deutsche Gesetze ausser Kraft setzen kann! Bloss weil jemand etwas macht, das einem nicht passt heißt das ja noch lange nicht das man sein Eigentum zerstören darf. Die Reporterin dagegen berichtet das ein Mann mit Megaphon folgende Drohung aussprach: “Kameras sind verboten. Wenn wir eine erwischen, die Fotos macht, nehmen wir sie euch ab, zertreten sie am Boden!

Raubrittermethoden – Taschen abgenommen, Verpflegung nur gegen Bares
Den Mädels wurden alle Taschen und Koffer abgenommen. Somit also auch ihre mitgebrachten Snacks und Getränke. Das sollte eigentlich egal sein. Wer sich bei einer so großen und reichen “Firma” wie bei Heidi Klum / pro7 bewirbt, darf eigentlich damit rechnen das die Organisation stimmt und es zumindest kleine Snacks und Wasser gratis gibt. Gastgeberpflichten also erfüllt werden.
Das ist bei Heidi nicht ganz so. Brötchen oder MiniSalat gabs tatsächlich! Für 3,50 Euro. Wer ärmer war, musste mit Schokoriegeln oder Erdnüssen für 1,- Euro auskommen.

Nur 180 Mädchen wurden überhaupt gecastet!
Immerhin durften alle 1936 Mädels Heidi einmal sehen, als sie kurz vorbeihuschte und “EINE VON EUCH WIRD ES AM ENDE. HABT SPASS HEUTE! Ihr habt hier vorne nur eine Minute, um uns zu überzeugen” in die Menge schrie.
Eine Minute? Pro Person. Nun. Das ist wenig. Aber 1936 sind auch viel. Das eigentliche Casting startete erst um 14:00 Uhr. Den klügeren Mädels dürfte also so langsam gedämmert haben, das Heidi sich nichtmal jede von ihnen anschauen wird. Denn 1936 x 1 Minute sind 32 Stunden.. Heidi wird wohl kaum die Nacht durchmachen. Und da vorne steht schon ein Typ der einzelne Mädels rausfischt.
Da das Casting um 17:00 Uhr beendet wird, steht grob über den Daumen fest: 3h Casting = 180min = 180 Mädels die überhaupt nur die Initiale Chance bekommen haben..
Wieso man allerdings “heute Spass haben” soll hat Heidi nicht erklärt. Ich bezweifle das man halberfroren noch Spass hat, wenn man nach Hause geschickt wird, ohne überhaupt aufgetreten zu sein.

Zeit, mal die Gegenrechnung aufzustellen
Wir alle wissen, das Heidi sich selbst sehr hoch einschätzt. Und auch tatsächlich viel verdient. Aber starten wir doch mal die “volkswirtschaftliche” Gegenrechnung. Es sind 1936 Mädels erschienen. Um überhaupt dabei sein zu dürfen mussten sie vorher einen Koffer packen der 14 Tage lang reichen sollte. Nehmen wir mal optimistische 2h dafür an. Das Casting von 8-17 Uhr sind 9 Stunden. Eine richtige Pause entsprechend deutschen Arbeitsrecht gab es da nicht, selbst wenn die Mädels fast nur rumstanden. Also 11h Arbeit. Dazu noch die Anfahrt. Die lassen wir mal wohlwollend unter den Tisch fallen. 1936 Mädel x 11h = 21296 Stunden.
21296h sind eine große Zahl! Wie kann man sich die vorstellbar machen? Nun. 21296 geteilt durch 170 (übliche Stunden die jemand pro Monat arbeitet) sind 125,27. Also haben die Mädels 125 Monate, oder besser gesagt über 10 Jahre Arbeitszeit mitgebracht (bezogen auf eine einzelne Person vergleichsweise).
Das mag nach Milchmädchen Rechnung klingen. Schliesslich haben die Mädels ja nicht gearbeitet, sondern nur auf ihren Aufruf gewartet. Ist aber keine Milchmädchenrechnung. Denn wäre Heidis Casting nicht gewesen, hätte jedes dieses Mädels in dieser Zeit arbeiten können!
Setzen wir nun also einen ganz niedrigen Stundenlohn von 6,50 Euro an, so hat Heidi Klum der deutschen Volkswirtschaft einen Schaden von 138.424,- Euro zugefügt!
Mit dem Casting in einer einzigen Stadt! Naja. Da das GNT ja danach auch ganz viel verdienen wird, kommt das ja vielleicht wieder rein.. haha.

Resümee
Heidis Casting-Machenschaffen sind wohl recht menschenverachtend. Es werden falsche Hoffnungen geweckt, kriminelles Gehabe geäußert (Sachbeschädigung angedroht), Eigentum entzogen, Gastgeberpflichten(Verpflegung) verletzt und Versprechen gebrochen (“Komm zu Heidi und stell dich vor” – dazu kommt ja nichtmal jede).
Als Fazit kann man sagen: Es ist ein wenig wie Lotto. Angezogen vom magischen, großen, erhofften Gewinn machen die Mädels das Spielchen mit.
Dumm dabei ist nur: Beim Lotto startet wirklich jeder mit der gleichen Chance und kann ab ca. 1,- Euro mitmachen. Es kostet auch nicht viel Zeit. Bei GNT sind die Chancen schon beim Start sehr ungleich. Und den echten Gewinn kann man sich auch nur abholen, wenn man noch sehr lange sehr hart daran arbeitet. Da aber immerhin eine gewinnen “muss”, wird es am Ende halt die eine Stimme geben auf die es ankommt und die sagt: “Ja, GNT war alle Mühen wert.”.. Das nennt man dann selektive Wahrnehmung.

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3 comments to Skandalöse Zustände bei Germanys Next Topmodel – GNT

  • Dingelhopper

    Heidi nutzt die Träume junger, naiver Frauen schamlos aus um sich zu bereichern. Punkt.

  • Sky

    Naja. Selber Schuld.
    Eigendlich weiß mitlerweile jeder das auch unsere Heidi nicht leicht zu nehmen ist.
    Wer sich trotzdem drauf einläst selber Schuld. Das gleich gilt auch für Bohlen und konsorten.
    Also Wen interessierts was ein paar blöden doofen Blondinen dort blüht ?
    Aber mit der Cam ist ja auch nur einschüchterung.
    Aber was solls.
    Bye

    • Selber Schuld würde ich so nicht sagen wollen.
      Fakt ist: EIN neues “Topmodel” wird es ja geben.
      Und nur wer hingeht und die Posse mitmacht kann gewinnen.
      Die Chance ist sogar größer als ein Lottogewinn – jedoch im Verhältnis zum geforderten Einsatz, ist Lotto-spielen wiederum sinnvoller und rentabler.

      Es ist aber völlig unnötig, gleich einen Koffer für 14Tage mitbringen zu müssen. Denn die Auserwählten wurden danach nur in ein Hotel am Platz gebracht – für den nächsten Tag.

      Allerdings – wäre ein wirklich cleveres Mädel dabei gewesen, hätte ihr “Koffer” in die Handtasche gepasst: Zahnbürste, 2 Sets Unterwäsche, Papas Kreditkare für Klamottenkauf vor Ort. Das wär wohl sinnvoller gewesen, als sich auf Verdacht mit nem knapp 20kg Koffer rumzuschlagen.
      Vielleicht wars ja auch nur ein Intelligenztest..

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