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Bill Gates Paukenschlag in Davos: “Ich spende 10.000.000.000,- Dollar”

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Da staunt der Mario aber.

Bill Gates verkündet in Davos, 10 Mrd. Dollar spenden zu wollen!

Von Bill Gates habe ich ja nun nicht immer die beste Meinung gehabt. Gründe dafür gibts zuhauf, deshalb siehe ganz unten. Nun jedoch gibt Bill Gates 10 Mrd. Dollar aus, nur um mich mit heruntergeklappter Kinnlade zu sehen. Sein primäres Ziel ist somit erreicht. Sein sekundäres Ziel ist, damit Impfungen für die Ärmsten der Armen zu ermöglichen. Gute Idee. So generell. Ich hab da nicht den Überblick. Er wird sich schon seine Gedanken gemacht haben um sein Geld sinnvoll zu spenden. Bedenklich finde ich jedoch die reine Fokussierung auf die Impfungen. Es sollen mittelbar, statitisch gesehen, mind. rund 7,6 Millionen Menschenleben gerettet werden können. Das ist natürlich toll. Bringt aber auch bestehende Strukturen und die Natur aus dem Gleichgewicht. Sind die Folgen für Land, Leute und Umwelt bedacht worden? Es wäre schade, wenn Dietrich Dörners “Die Logik des Mißlingens” zuschlagen würde (Dieses Buch erklärt, warum oft selbst gutgemeinte, helfende Eingriffe in komplexe Ökosysteme oft mehr Schaden als Nutzen)

RESEPKT!
Trotz aller Verfehlungen der Vergangenheit muss man Bill Gates aber doch zu Gute halten, das er mit seiner Bill&Melinda Gates Foundation viel Gutes an die Welt zurückgibt. Wer sich genauer informieren will, findet hier Zahen & Daten, eine Stiftungsübersicht, und eine Zeitlinie/Historie über die Stiftung (alles auf deutsch).
Ich muss sagen, Mr. Windows hat sich mit dieser Aktion in meinen Augen geläutert. Mein Groll aus der Vergangenheit ist weitgehend verflogen (Zumindest bis zum nächsten Bluescreen :-) ). Allerdings auch, weil Windows eben auch nicht überall schlecht abschneidet. Lange Zeit wurde man zur Wahl zwischen WIN oder MAC gezwungen, wobei MAC bzw. Apple ein noch wesentlich rigiderer Haufen als Microsoft ist. Es wäre also eine Flucht vom Regen in die Traufe. LINUX hat sich zu einer tollen Alternative entwickelt, ist aber nur etwas für Einsteiger oder Poweruser. Einsteiger werden alles übliche wie Mailen, Browsen, Office etc. auch perfekt mit Linux bewältigen können. Poweruser werden auch alle Probleme auf der Kommandozeile umgehen können. Einzig Semi-Poweruser wie ich werden auf Probleme wie dieses stossen, und erkennen, das bei Linux auch nicht alles Gold ist, was glänzt: Während bei WIN ein “Del *.*” tatsächlich ein komplettes Verzeichnis löscht, egal wie voll es ist, landet man bei Linux in einem Teufelskreis, wenn ein äquivalentes “rm *.*” meldet das der Bash-Puffer für diese Operation nicht ausreicht…  Abhilfe gibts dann nur mit viel Handarbeit oder bester Systemkenntnis und viel Geduld..

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Der Paukenschlag! 10 Mrd.
Diese gewaltige Summe soll jedoch nicht in einem Rutsch, sondern im Verlauf von 10 Jahren, also grob 1Mrd/Jahr gespendet werden. Immerhin. Eine der größten Spenden – eigentlich DIE größte Spende – von der ich je gehört habe. Und ich muss zugeben: ICH hätte das nicht gekonnt. :-)

Alte Gründe Bill Gates zu hassen

  • Dank Windows 3.0 war der neue 60Hz Monitor plötzlich Schrott (Win3.0 erforderte weißen Hintergrund, der erst ab mind. 70Hz flimmerfrei und augenfreundlich war)
  • Dank illegaler Knebelverträge hat sich Windows als Betriebssystem gegen seine Rivalen DrDos, OS/2, Linux etc. durchsetzen können. Öffentlich geworden ist dies, als der damalige VOBIS-Chef Theo Lieven es durch die Kündigung des Knebelvertrages geschafft hatte, daß Bill Gates persönlich überraschend vor seiner Fußmatte auftauchte.
  • Als DOS und WIN noch getrennt waren (vor Win95), wurde in Windos 3.x geheimer Code eingeführt der dafür sorgte das die eigentlich kompatiblen Konkurenz DOSse inkompatibel und somit untauglich erschienen.
  • Der unlautere Kampf Microsofts gegen den Netscape Navigator, indem der Internet Explorer plötzlich als “tief eingebettetes Systembestandteil” dargestellt wurde, um Netscape Marktanteile abzujagen.
  • Die langjährige allgemeine Strategie Microsofts, proprietäre Standards durchzudrücken. So mussten Webdesigner lange Zeit zwei Varianten ihrer Layouts erstellen: Eins für Standardkonforme Browser, eins für den probrietär vermurksten Internet Explorer der dank der unlauteren Machenschaften (siehe voriger Punkt) viel Verbreitung erfahren hat.
  • Der schlechte Virenschutz vieler Microsoft Produkte – Etliche Fehlermeldungen von Microsoft, die mit falschen Angaben selbst erfahrene Informatiker auf die falsche Fährte lockten.
  • Auch heute noch ist die Aufspaltung in HOME und PREMIUM Versionen des Betriebssystems ein Taschenspielertrick. Einerseits ist Windows ja schon sooo günstig zu haben, andererseits fehlt neben viel “Blinki-Blinki” der teuren Versionen auch viel Komfort. So stellen die HOME Versionen z.b. statische Netzwerkresourcen idR. nur manuell nach Reboot wieder her. PREMIUM Versionen erledigen das beim booten automatisch (so wie es sich gehört).

Gründe Bill Gates zu lieben

  • Nun. Da kenne ich eigentlich nur seine Stiftung (siehe oben, inkl. Links)
  • Nicht jeder spendet ca. 25% seines Vermögens für mildtätige Zwecke..
  • Gerne könnt ihr in den Kommentaren aber noch Vorschläge geben, warum man ihn lieben muss :-)

Und ein paar Gründe, warum man immernoch skeptisch sein darf

  • Bill Gates Stiftung hat bereits ein Vermögen von über 25 Mrd US-Dollar
  • Davon werden im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben auch nur 5% jährlich für humanitäre Zwecke oder Stipendien ausgegeben.
  • 95% fliessen in Investitionen bzw. Anlagen.
  • Zwar wird tatsächlich Geld für die Impfung von Kindern, z.B. in Nigeria, ausgegeben.
  • Jedoch fliessen ebenfalls politisch vollkommen inkorrekte Anlageinvestitionen in Firmen die genau dort (in Nigeria) die Umwelt verpesten. Die geimpften Kinder kriegen so den verpesteten Regen mit über 200 Giftstoffen ab…
  • Zwar wurden 1,5Mrd in den Kampf gegen AIDS investiert, gleichzeitig aber hält die Stiftung Aktion an Pharmakonzernen, welche die Preise für HIV-Medikamente künstlich so hoch hält, das viele Menschen sie sich nicht leisten können.
  • Das Kapital der GatesFoundation ist übrigens so groß, das die Summe das Bruttosozialprodukt von über 70% aller Staaten der Welt übersteigt!

Quellen: Süddeutsche Zeitung, Telepolis(heise)

Für das Foto mit CC-Lizenz bedanken wir uns beim World Economic Forum.

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