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Auto & Verkehr - Auto & Verkehr

Ratingen vs. Google Streetview – bevor überhaupt etwas passiert ist..

Google-Streetview-flickr-4096147799

Foto von Natalie Madani

Ratingen will Google dazu verdonnern, 20,- Euro pro Fotokilometer – das sind ca. 6180,- Euro für das Ratinger Strassennetz – zu bezahlen. Ich muss zugeben, daß ich erstaunt bin. Eine solche (dumme, schikanöse, abzockerische) Idee hätte ich allenfalls Düsseldorf zugetraut.

Witzig ist nämlich, das Google Ratingen bislang  noch nicht mal auf der Todo-Liste hat.
Verwunderlich ist es, weil auf www.ratingen.de freut sich Bürgermeister Harald Birkenkamp noch über Surfer: “freue mich, dass Sie die Gelegenheit nutzen, einen Einblick in unsere schöne Stadt zu nehmen.”. Streetview empfinde ich als tolle Möglichkeit in fremde Städte hineinschnuppern zu können. Und grade Ratingen braucht sich absolut überhaupt nicht zu verstecken!

Google jedoch sieht es überhaupt nicht ein zu bezahlen, und argumentiert – meiner Meinung nach vollkommen zu Recht – das seine Autos vollkommen legitim und STVO-konform unterwegs sind, weshalb auch die Gründe für eine Sondernutzung entfallen.

Da ich selbst ja auch gerne und viel fotografiere, gerate ich auch gelegentlich an Mitmenschen die sich ihrer Rechte – oder ihrer Seele(?) – beraubt fühlen wenn sie glauben mit auf einem Foto zu sein. Ich frage mich manchmal was diese Leute glauben was mit Fotos gemacht wird. Es ist natürlich die Ausnahme. Aber einige Zeitgenossen scheinen zu vermuten, das Fotos als Rohmaterial für Voodoo-Puppen-Hersteller dienen.
Hat wohl etwas mit dem IQ zu tun…

Streetview ist und wird jedenfalls eine tolle Sache und ist für mich ein ähnlicher Meilenstein wie Google-Earth. Per Streetview war ich z.b. schonmal in NewYork und muss sagen, das ich den virtuellen Trip absolut genial fand.

Bleibt zu hoffen, das der Stadtrat von Ratingen diesbezüglich zur Besinnung kommt und sich nicht weiter lächerlich macht. Ich fände es schade, wenn das schöne Ratingen plötzlich allerorts nur noch als die kleine Stadt bekannt wäre die erfolglos versucht hat, Google etwas Geld abzuzocken..
Denn selbst wenn man auf diesem Weg seine Bewohner vor “Voodoo-Fotos” schützen wollte, so kann man wohl kaum erwarten das Google wegen 6180,- Euroleinchens einknicken würde.. Wenigstens sind die Anwälte bei solch einem Streitwert nicht so teuer…

Quelle und weitere Infos: Heise.de

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