Vor dem Internet gab es Mailboxen. Dort waren die Benutzer eine geschlossene Benutzergruppe die sich sehr frei fühlen konnte. Dann wuchs das Internet heran. Ein rechtsfreier Raum war es nie. Obwohl er sich so angefühlt hat. Denn anfangs war häufig unklar, wie bestehende Gesetze auf das Internet angewendet werden können. Auch der Sinn war fraglich, solange das Web noch kein Massenphänomen war. So sind z.b. Markenrechte im Web kaum verteidigt worden. Es wäre gar nicht sinnvoll gewesen, mit Kanonen auf Spatzen zu schiessen. Seit einigen Jahren jedoch ist das Internet ein Massenphänomen, und Anwälte wissen nun auch besser, wie sie im Internet Rechte durchsetzen.
Solange alles moralisch korrekt verläuft ist das ja auch in Ordnung. Aber speziell in Deutschland gibt es ja die kostenpflichtige Abmahnung. Ein gutes Beispiel wie diese missbraucht werden konnte hat sogar Intel erfahren, als es ein Chipset “Triton” nannte und abgemahnt und sogar verklagt wurde, weil es ja so ähnlich wie “Tricon” klänge.. Eine Posse sondergleichen.
Im Zuge des Internet-Hypes erlebten aber auch zwielichtige Abmahnanwälte einen Revival. Privatpersonen wurden und werden für nichtige, angebliche Rechts- oder Markenverstöße im Internet kostenpflichtig abgemahnt. Die Kosten dafür liegen üblicherweise zwischen 900-1500,- Euro und werden von den Betroffenen oft nur deshalb bezahlt, weil die berechtigte Angst gibt vor Gericht noch mehr Geld zu verlieren. Denn wie ein Richter entscheidet, kann oft nicht vorhergesehen werden.
Es ist eine moderne Form von räuberischer Erpressung. Die leider auch noch legal ist.
Nun hat jemand sich ein Herz gefasst und eine Petition gegen diese Abzocke eingereicht. Wer der Ungerechtigkeit ein Ende setzen will, kann unter www.ePetition.de seine Stimme abgeben und mithelfen, dass dieses Thema von der Politik überdacht wird.




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