Umfrage

Wer trägt die Schuld an der Love-Parade Katastrophe? (max. 3 Antworten ankreuzbar)

View Results

Loading ... Loading ...

Kalender

Dezember 2009
M D M D F S S
« Nov   Jan »
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  

Archive

Kino - Kino

AVATAR – Review, Kritik, Ungereimtheiten & Bulemie

Bitte vote, wenn du diesen Artikel magst! ->

T8-Avatar-kino

Avatar ist in den Kinos. Ich hab ihn mir in 3D angeschaut, und bin positiv überrascht.

Intro:
Auf dem Planeten Pandora soll Erz abgebaut werden. Die Ureinwohner müssen dafür umgesiedelt werden. Das ist dort aber nicht so einfach. Mit genetischen Mischwesen aus Ureinwohner und Mensch soll der Kontakt hergestellt und eine friedliche Lösung gefunden werden. Aber die Zeit drängt und die Söldner wetzen schon die Hufe, da sie ihren Einsatz für unausweichlich halten.

Story:
Jake übernimmt aushilfsweise den Job seines toten Zwillingsbruder, da nur er wegen gleicher DNA dessen bereits hergestellten Avatar benutzen kann. Auf dem Planeten Pandora gibt es einen extrem wertvollen Rohstoff den die Firma RDA abbauen möchte und der 20Mio Dollar pro Kilo wert ist. Und es gibt die Ureinwohner Na’vi, deren Hauptwohnsitz-Baum über dem größten dieser Vorkommen liegt.
Bevor Söldner kurzen Prozess machen, erhält Jake die Chance die Na’vi kennen zu lernen.

Reingehen oder nicht?
Also. Wenn man bereit ist, sich in eine Fantasiewelt fallenzulassen ohne ständig auf seinen Sachverstand zu hören, so ist Avatar ein wirklich schönes Kino-Ereignis. Der Massenkompatibilät geschuldet ist die Story bisweilen etwas flach und langgezogen. Schliesslich soll jeder den Film verstehen und er soll der Meilenstein und Türöffner für 3D im Kino werden.
Fakt ist: Der Film ist gute Hausmannskost und keine Enttäuschung. Also reingehen – wenn man nix besseres vorhat, oder mitreden will.

Bitte dies hier erst lesen, nachdem Sie im Kino waren! Ich verrate hier viel Story!!
Tolle neue Ideen und Gimmicks, aber auch geklautes!

  • - Die Bio-USB Stecker welche die Na’vi im Pferdeschwanz haben, sind eine tolle Idee! Erinnern aber ein wenig an den Spock-Griff aus Raumschiff Enterprise.
  • - Ihre Flugtiere erinnern sehr an die Drachen aus World-of-Warcraft. Und sind als “Epic-Mounts” genauso wie in WOW -> Seelengebunden!
  • - Auch die Prozedur der Zähmung erinnert sehr daran wie Hexenmeister und Paladine in WOW ihr Epic-Reit-Mount für sich gewinnen müssen.
  • - Überhaupt erinnert Jakes Aufstieg bei den Omaticaya sehr an WOW.. Leveling, Ruf-Grinding und Quests :-)
  • - Die Kampfroboter zum reinschlüpfen hab ich auch schon gelegentlich woanders gesehen.
  • - Auf Pandora gibt es eine sehr greifbare Spiritualität, die nicht bloss auf Glauben beruht.
  • - Der Name “Turuk” ist nicht sonderlich fantasievoll gewählt und erinnert sehr an Turok.
  • - Wieso heißt der Planet ausgerechnet Pandora? Die Assoziation zu Pandorras Box drängt sich dadurch auf, ist aber fehl am Platze.


Logische Fehler und Ungereimtheiten:
(wird bald noch erweitert!)
Dieser Film strotzt nur so vor logischen Fehlern und Ungereimtheiten. Die meisten davon sind jedoch nicht elementaren Ausmaßes, so das der Filmgenuss nur unwesentlich getrübt wird. Trotzdem hier ein Auszug dessen, was mir so aufgefallen ist:

  • - Die beiden größten Fluggeräte der Menschen dürften nicht flugtauglich sein. Auch nicht auf Pandora, das weniger Erdanziehungskraft hat.
  • - Warum sind die Na’vi blau? Auf ihrem Planeten sind die Na’vi durchaus selbst ein Teil der Nahrungskette. Ihre blaue Hautfarbe ist in der Botanik von Pandora aber fast eine Signalfarbe!
  • - Warum brennt Feuer auf Pandora in der gleichen Farbe wie bei uns, obwohl die Luft dort eine ganz andere Zusammensetzung hat?
  • - Jake hat nur drei Monate Zeit, und möchte den Na’vi ehrlich helfen. Warum aber warnt er sie nicht frühzeitiger?
  • - Die Avatare sind biologische Clone – keine mechanischen Roboter. Wieso haben sie kein eigenes Bewußtsein, wenn die Psy-Verbindung gekappt wird?
  • - Die Steuerung der Avatare erfolgt ohne jedwede Latenz. Bei räumlich getrenntem Operatur und Avatar müsste aber erst das gesehene oder gefühlte an den Operator, und dann dessen Reaktion an den Avatar übermittelt werden. Selbst bei Lichtgeschwindigkeit oder PSY würde dies eine Latenz in der Reaktionszeit bedeuten. Der Avatar jedoch agiert 1:1.
  • - Ein interstellares Bergbau-Unternehmen das von vorneherein mit so großer Zahl Söldner unterwegs ist, wird nicht soviel Geld und Zeit in die Entwicklung von Avataren investieren nur um mit Ureinwohnern diplomatische Beziehungen aufzubauen. Das hätte auch von Mensch zu Na’vi stattfinden können.
  • - Der Bungalow auf den fliegenden Felsen, der später per Heli umgesiedelt wurde hatte weder eine Solaranlage noch einen Energie-Generator. Trotzdem konnte er zahlreiche Computer, Monitore und sogar den Avatar-Alkoven mit Strom versorgen!
  • - Jake lernt eine fremde (außerirdische!) Sprache in weniger als drei Monaten. Muss dabei aber nichtmal Notizen machen.
  • - Die Erdanziehungskraft auf Pandora ist viel geringer als auf der Erde. Die Beine der einheimischen Lebenwesen sind jedoch extrem muskulös. Und auch der “Gang” ist recht irdisch. Er müsste viel federnder sein.
  • - Die Na’vi und fast alle Lebewesen auf Pandora haben so eine Art Bio-USB-Stecker mit denen sie sich verbinden können. Aber ausschliesslich die Na’vi benutzen es, um mit Tieren, Pflanzen und Göttern in Verbindung zu treten. Die Tiere untereinander verwenden es nicht.
  • - Zur Verbindung untereinandern werden die Bio-USB-Stecker auch nicht verwendet. Obwohl dies innerhalb der Story oftmals sinnvoll gewesen wäre. So hätten die Stammeshäuptlinge oder die Häuptlingstocher oftmals Jakes ehrliche Absichten auf diese Art feststellen können.
  • - Zum Sex wurden sie auch nicht verwendet. Komisch. Wenn man doch schon die Chance hat, so zu verschmelzen?!
  • - Die Sechsbeinigkeit vieler Landlebewesen durch ein doppeltes Paar Beine im Brustbereich ist absolut unsinnig. Für mehr Vortrieb wären doppelte Hinterbeine sinnvoller. Abgesehen davon jedoch behindern sich die Beine gegenseitig.
  • - Als Jake noch allein im Urwald war, lauerten an jeder Ecke Monster die ihn fressen wollten. Sobald er die Häuptlingstochter trifft, passiert das nur noch 2-3x im ganzen Film.
  • - Der Tonumfang der Na’vi-Stimmen ist identisch mit der menschlichen Stimme. Na’vi sind aber größer und haben viel längere Hälse und Stimmbänder. Sie müssten also demnach sehr viel tiefer sprechen als Menschen. Löwen und Hauskatzen klingen schliesslich auch unterschiedlich..
  • - Im Bereich des Flux versagt menschliche Technologie wie Ortungsgeräte und Radar. Die ebenfalls per Technologie hergestellte Verbindung zum Avatar reißt aber an diesem Ort nicht ab.
  • - Jake kann immer nur entweder seinen eigenen Körper oder den Avatar kontrollieren. Jake, der dann unbeweglich im Alkoven liegt, liegt auf einem Spezialmaterial. Aber wenn er seinen Avatar total unbeweglich zurückläßt, müßte der eigentlich mit Blutergüssen und Druckstellen aufwachen.
  • - Die Seelenwanderung von Dr. Grace hätte eigentlich klappen müssen. Sie hat ihren sterbenden Körper erfolgreich verlassen und nur noch in den Avatar gemusst.
  • - Warum stellen sich im Endkampf Na’vi Bodentruppen den Fußsoldaten entgegen? Die sind vollkommen unrelevant, und die Na’vi vor allem nur noch eins: Kanonenfutter.
  • - NICHT als Fehler sehe ich, das Jake Stürze aus großer Höhe überlebt. Das läßt sich plausibel mit der geringeren Schwerkraft=langsamerer Fall, und dem auffangendem Urwald (Blätter, Lianen) erklären.. Nen paar Schürfwunden haben allerdings dann doch gefehlt.
  • - Nicht meine Kritik, sondern meines Sitznachbarn: “Warum ist interstellar eigentlich immer der Kuss Auftakt für eine Liebesbeziehung?” .. Nun. Weils schön ist?
  • - Wieso sieht man im Film eigentlich keinen einzigen dicken Na’vi???

Moralische Rüge: Avatar fördert Bulemie!
Eine fette moralische Rüge habe ich jedoch noch an die Designer der Na’vi. Die Figuren sind wirklich sehr toll geworden, und trotz der ungewohnten Gesichtszüge haben sie in ihrer Gesamtheit eine sehr edle und attraktive Ausstrahlung und können so schnell zum Schönheitsideal, grade für Jugendliche werden. Da aber niemand wirklich so schlanke Hüften und einen gleichzeitig so muskulösen wie filigranen Körper haben kann, sehe ich in dem Film eine große Gefahr für Bulemie-Kranke und Bulemie-Gefährdete. Ja mehr noch. Er könnte bei vielen Jugendlichen überhaupt der erste Anreiz für Bulemie sein!

Links:
Real-Fotos von “Neytiri” Zoe Saldana
IMDB Link Avatar

  • Share/Bookmark

1 comment to AVATAR – Review, Kritik, Ungereimtheiten & Bulemie

  • Persönliche Kritik: Avatar – Aufbruch nach Pandora…

    Na also, hab ich’s doch noch 2009 in James Cameron’s lang erwarteten Avatar geschafft. Hatte schon fast die Lust drauf verloren, nachdem viele Kritiken nicht besonders toll oder sogar – wie im Falle der von mir eigentlich durchaus ges…

Leave a Reply

 

 

 

You can use these HTML tags

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>