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Killerspiele als taktische Waffe gegen Amokläufe

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Noch immer stehen Killerspiele bei vielen Menschen als Auslöser für Amokläufe hoch im Kurs. Dabei wird aber oft der Zusammenhang falsch bewertet. Dazu kommt, daß eben auch ein Großteil grade älterer Menschen noch nie ein Killerspiel gespielt haben. Allein der reißerische Name “Killerspiel” weckt viele negative Emotionen.

Dabei können gerade Killerspiele helfen Amokläufe zu verhindern! In Killerspiele vermeiden Amokläufe bin ich bereits darauf eingegangen, wie Killerspiele die vorhandene Wut von Spielern kontrolliert verpuffen lassen kann.

Wir können Killerspiele aber auch aktiv als taktische Waffe gegen Amokläufe nutzen!


Zum besseren Verständnis hier ein kleiner Ausflug in die “beliebtesten” Spiele, die ein Amokläufer spielen kann:
CounterStrike kurz CS genannt. – Wikipedia-Link dazu
FarCry2 kurz FC oder FarCry – Wikipedia-Link
Tactical Ops kurz TO Wikipedia-Link
DOOM Wikipedia-Link

CS ist sicherlich eins der ältesten und bekanntesten Spiele dieser Art. Es läßt sich online oder auch im Lan mit mehreren Freunden oder Unbekannten Gegnern spielen. Wichtig ist: Die Gegner sind also keine dummen Programmen, sondern richtige, echte Menschen. Die eben genauso wie der Spieler vor ihren PCs sitzen.

In CS gibt es zwei verfeindete Gruppen. Jede Gruppe hat ein Missionsziel und die andere Gruppe muss den Gegner daran hindern sein Ziel zu erreichen. Zwar könnte ein Team versuchen alle Gegner zu töten. Tote Gegner können schliesslich ihre Missionsziele nicht erfüllen. Und damit hätte man gewonnen. Aber das ist viel zu aufwendig! Ziel des Spiels ist viel mehr das strategisch kluge Zusammenspiel aller Spieler einer Gruppe. Dazu ist es äußerst ratsam gleichzeitig per Teamspeak miteinander sprechen zu können. Teamspeak ist also für die Kopfhörer/Headsets verantwortlich die man so oft bei den Spielern sieht. Ohne verbale Kommunikation geht fast nichts in diesen Spielen!
Feindliche Einheiten kann man am effektivsten mit einem Kopfschuss -> Headshot ausschalten. Nur am Bein oder per Streifschuss getroffene Gegner sind noch bedingt handlungsfähig.
In TC ist das Spielprinzip sehr ähnlich, in FarCry steht das Einzelspiel im Vordergrund, jedoch geht es hier im Grunde um eine Rettungsmission.
Die Missionen finden übrigens meistens in offenem Gelände oder zwischen Häuser, Ruinen etc statt.

Ich möchte an dieser Stelle also festhalten:

  • Killerspiele sind Gruppenspiele und nix für Einzelgänger
  • Eine Location wie eine Schule mit Fluren und Klassenräumen weicht extrem von den üblichen Killerspiel-Playgrounds (Spielwiesen) ab!

Ein Szenario wie es eine normale, echte Schule bietet ist also extrem weit entfernt von dem, was man in Killerspielen macht. Bleibt also nur der Vergleich übrig, daß Spieler und Amokläufer Humanoide töten. Ich wähle extra “Humanoide”, da in Killerspielen ja nur die Avatare der Spieler getötet werden und keine echten Menschen. Auffällig ist also nur, daß der Headshot in beiden Fällen effektiv ist und “gern” verwendet wird.

Wir haben nun über die üblichen Killerspiele gesprochen und ein wenig gelernt, das diese doch vielleicht ganz anders sind, als wir dachten. Es gibt jedoch auch noch Spiele wie DOOM. Das Spielprinzip ist allerdings schon älter und nicht mehr so hip. Allerdings ist das Szenario schon irgendwie näher an einer Schule dran. Denn der Spieler ist Einzelkämpfer und muss sich aus einem feindlichen Gebäude heraus befreien. Dabei muss er vorsichtig agieren und feindliche Wachen und Monster erschiessen, bevor diese ihn umbringen können. Nunja. Einige Lehrer können zwar schon mit Monstern verglichen werden. Aber auch das ist noch weit von der Realität entfernt.

FAKT IST: KEINES(!) dieser “KILLERSPIELE” ist als AMOK-LAUF-TRAINER für Schulgebebäude geeignet!
In Stiftung-Warentest würden alle Spiele mit Note 5-6 durchfallen.

Kommen wir also zu unserem Ausgangspunkt zurück:
Wie können wir diese Erkenntnisse nutzen?
Wie können wir diese Spiele als Waffe gegen Amokläufe einsetzen?
Nun. Da generell die allermeisten Jugendlichen gerne mal ein solches Spiel daddeln, sollte man sich einfach mal daneben setzen und ein wenig zuschauen. Ich möchte nun ein paar kleine Anregungen geben, welche Verhaltensweisen ich persönlich bei einem potentiellem Amokläufer vermuten würde. Generell müsste das Thema aber sicherlich von Psychologen ausgearbeitet werden. Auch möchte ich betonen, das ein, zwei oder drei Stichpunkte die gemeinsam auffallen, Eltern nicht dazu bewegen sollten ihr Kind gleich als Amokker zu sehen. Ich denke, das da noch viel mehr Stichpunkte dazu kommen müssen.

Aber folgende Dinge würde ich als Warnhinweise sehen: (s.o. bitte nicht isoliert betrachten und in Panik geraten!)

Wenn der Spieler nur

  • extrem auf Headshots trainiert
  • nicht in Gruppen, sondern *nur* solo spielt
  • in Gruppenspielen nicht mit dem Team arbeitet
  • Wert auf MOD (Modifikationen/Landkarten) des Spiels legt, die in Schulähnlicheren Umgebungen spielen
  • Sich nicht um eigene Deckung kümmert, sondern versucht als Kamikaze-Speed-Durchläufer durch die Levels zu kommen

Das wären die Punkte, bei denen ich mir anfangen würde, Sorgen zu machen. Wie gesagt: Nur wenn viele Punkte zusammenkommen!
Ein Psychologe könnte da bestimmt noch feinere Strategien für die Auswertung des Spielverhaltens entwickeln.
Aber ich wollte ja auch nur den Grundgedanken vermitteln.
Killerspiele können also in vielerlei Hinsicht eher nutzen als schaden.

PS: Wer denkt, das ein Killerspiel ein tolles Training für potentielle Amokläufer sei, der möge bitte mal eins spielen. Dabei wird er erkennen, daß man mit WASD (den Tasten W,A,S und D) vor, zurück, links, rechts läuft, und mit der Maus das Fadenkreuz auf dem Bildschirm steuert… Bitte. Wacht auf. Wo ist das ein Vergleich zu echtem Kimme und Korn zielen & schiessen?

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