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Fall Fritzl – Ein Resümee

Zum Fall Fritzl habe ich mich bislang absichtlich nicht geäußert. Wollte meinen Blutdruck nicht in Gefahr bringen :-)

Mittlerweile ist der Fall gerichtlich abgeschlossen, und ich kann mal richtig Gas geben:

Um was es generell geht, dürfte wohl bekannt sein, deshalb hier nur eine kurze Zusammenfassung: Josef Fritzl (73), von der Presse liebevoll “Das Inzest-Monster” genannt, hat in einem Kellerverlies seine eigene Tocher 24 Jahre lang gefangen gehalten und als Sexsklavin mißbraucht. Daraus entstehen sogar weitere Kinde, deren Vater Josef Fritzl gleichzeitig ihr Opa ist. Einige dürfen als seine Enkel relativ normal aufwachsen, andere behält er im Keller. Augeflogen ist erst alles, nachdem eine 19jährige Tocher aus dem Keller sterbenskrank wird und Fritzl sie ins Hospital bringt.

Nun ist das Urteil gefällt. Fritzl wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

Den Prozeß fand ich sehr interessant. Ich war sehr neugierig wie er verlaufen würde. Generell hatte ich erwartet daß es sich ewig lange hinzieht und gewiefte Verteidiger mit skurilen Argumenten und hahnebüchenen Ideen über das Strafmaß, die Schuld an sich, die Schuldfähigkeit im Besonderen usw diskutieren.

Stattdessen gab es in rekordverdächtigen 4 Tagen das Urteil. Ich bin nun überrascht und positiv enttäuscht. Gern hätte ich die juristischen Geplänkel länger genossen. Positiv enttäuscht, weil ich begrüße daß den Opfern damit Leid erspart blieb.

Fritzl selbst hat vor und während des Prozesses ja bereits begonnen sich in Reue zu üben. Nach 24 Jahren des Mißbrauchs darf ich mich allerdings wohl fragen, warum ihm die Idee mit der Reue erst jetzt kommt. Logisch betrachtet darf man einem Mann, der jedoch dieses Verbrechen immerhin 24 Jahre lang erfolgreich durchgezogen hat unterstellen daß er nicht dumm ist. Daher vermutete ich eher tatkisches Handeln und strategisches Hinarbeiten auf eine Chose wie -> Persönlichkeitsstörung -> Nicht schuldfähig -> jetzt wundersam geläutert -> und überhaupt aufgrund des Alters bitte -> mildes Strafmaß…

Überrascht war ich deshalb das Fritzl das Urteil sofort angenommen hat. Trotz zweimaliger Belehrung durch den Richter hat er auf 3 Tage Bedenkzeit verzichtet und somit die Chance auf Revision vergeben. Vielleicht hat er ja doch eingesehen. Andererseits ist es auch egal. Ich glaube nicht das er im Gefängnis das 88te Lebensjahr erreichen wird. Also wäre auch eine durchgehaltene und nicht bereits nach 6 Jahren begnadigte, 15järige Haftstrafe ausreichend gewesen. So ists natürlich nun besser.

Traurig ist natürlich nur, daß so etwas überhaupt geschehen konnte.

Aber ich hab ja versprochen, richtig Gas zu geben:

Warum muss eigentlich so jemand dann noch auf Staatskosten weiter durchgefüttert werden? Ginge es nach den Meinungen aus meinem weiblichen Bekanntenkreis, so gäbe es durchaus andere Alternativen. Erstaunlich wie viele Ideen brave Frauen  haben um einen Mann langsam und schmerzhaft sterben oder ausbluten zu lassen. Wobei das noch die harmloseren Gedanken waren.

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