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Wahlprognosen & Zeitreisen?

Mario am 10.11.16 um 20:17:06

Was haben Falsche Wahlprognosen mit Zeitreisen zu tun?

Und: Warum liegen die so häufig daneben?

ICH FINDE DAS LOGISCH!

Die Kurzantwort könnte lauten: Quantenphysik!

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Aber ich möchte es genauer erklären. Ausnahmsweise so kurz wie möglich.

Als Beispiel aus der Quantenphysik kennen wir „Schrödingers Katze“. Wer es nicht kennt, klickt bitte den Link. Kernpunkt ist: Die Katze ist gleichzeitig tot und lebendig, aber erst die Messung schafft Gewissheit, besiegelt aber auch das Schicksal.

Bezogen auf die (bzw. jede) Wahl bedeutet dies aber auch zwei Dinge:

  1. Es gibt kein entgültiges Ergebnis, bis die Wahl beendet und ausgewertet wurde.
  2. Alles, was vor der Wahl passiert, kann das Ergebnis beeinflussen.

Und genau das ist der Punkt. Bzw. das SIND die Punkte.

Wir kennen den Effekt aus Filmen über Zeitreisen, dass Eingriffe in die Vergangenheit unüberschaubare Folgen haben können. Eigentlich gehört so gesehen der Schmetterlingseffekt auch noch mit in dieses Thema. Die Zukunft ist jedoch das, was wir aus der Gegenwart Mobdro gestalten. Und nun wird es kompliziert. Mit einer Wahlprognose wagen wir einen Blick in die Zukunft, und versuchen, dieses Wissen zu verwenden, um die Zukunft zu verändern! (Bitte diesen Satz kurz sacken lassen, oder zweimal lesen!)

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Trump vs Clinton

Ja! Weil wozu soll eine Wahlprognose denn dienen? Wenn zwei Parteien, wie es aktuell bei Trump vs Clinton – oder zuvor beim Brexit – war, Kopf-an-Kopf liegen, dann möchte man doch wissen, wer vorne liegt. Nun könnte dies aber dazu führen, dass die überlegene Partei sich entspannt zurücklehnt (oder zumindest Antriebsenergie verliert), während die Unterlegene jetzt aufgeschreckt in wildem Adrenalinrausch versucht, das Steuer herumzureissen. Im Falle eines Wahlkampfes also: Noch mehr Gas gibt.

Aber die beiden Parteien sind ja nicht alle Variablen, die im Spiel sind. Die Wähler sind ebenso Akteure. Im Einzelnen klein, in der Masse aber die entscheidende Gewalt. Hier wird es kompliziert: So könnte der befragte Wähler ehrlich, unsicher oder manipulativ sein. Der Ehrliche wird dasselbe wählen, wie er es sagt. Der Unsichere wird eventuell später anders wählen als er es ansagte. Der Manipulative wird sagen, er wählt A um Einfluss auf die Umfrage zu nehmen, aber dann B wählen.

Was bewirkt die Veröffentlichung einer Wahlprognose?

Für eine Wahlprognose muss man Wähler befragen. Und die unterscheiden sich. Die „Ehrlichen“ sind die gefestigsten in diesem Spiel und werden ihre Meinung eher selten ändern. Die Unsichereren dagegen – und das ist der Punkt(!) – lassen sich durch die Veröffentlichung noch beeinflussen. Und die Manipulativen sind das Schießpulver, welche die Wahlprognose vollkommen in die Luft jagen. Die Manipulativen möchten nämlich den Effekt verstärken, den ich im Folgenden beschreibe:

Das Erstellen einer Wahlprognose ist ungefährlich. Gefährlich wird erst die Veröffentlichung, denn das ist wie ein Marty McFly der aus der Zukunft kommt und sagt: „Hey, es wird Clinton!“. Nun setzen verschiedene Effekte ein:

  1. Die, die Clinton wollten und gefestigt sind, lehnen sich zurück und freuen sich
  2. Die, die Clinton wollten aber unsicher sind, fragen sich ob die Entscheidung richtig war
  3. Die, die Trump wollten, ärgern sich und verstärken ihr Bemühen, bekehren eventl. Freunde usw.usw.
  4. Die, die Trump wollten und manipulativ waren, werden ebenfalls weiter „für Trump arbeiten“, aber dabei süffisanter lächeln als die Gruppe unter Drittens. 🙂
  5. Nichtwähler, die bislang dachten, es wäre ihnen egal, werden ggf. aktiviert, weil sie – mit der Vorstellung „Clinton“ dann doch nicht so gut leben könnten. Achtung! Die Nichtwähler die mit Trump nicht leben könnten, werden jedoch nicht aktiviert. Schliesslich sagt die Prognose ja, dass ich im Sessel sitzen bleiben kann. Es wird ja Clinton!

Die Veröffentlichung aktiviert also jeweils die Gegenseite. Bitte beachtet: Das beschriebene funktioniert nur bei solchen Entweder-Oder-Wahlen! In Deutschland würde dies so nicht funktionieren, da wir in der Regel mind. fünf größere „Player“ haben Mobdro APK Android. Hier sorgen Prognosen dann leider dafür, dass Wähler, die Nr. 3, 4 und 5 aus der Prognose präferierten, eventl. zähneknirschend Nr. 2 wählen – in der Hoffnung damit die noch ungeliebtere Nr. 1 wenigstens durch Nr. 2 zu ersetzen, da das Starkmachen für Nr. 3, 4 oder 5 weniger Auswirkung haben wird!

Fazit

Eine Wahlprognose ist also ein Griff in die Zukunft. Da dieser Griff aber tatsächlich doch recht kompetent ist, hat er das Potential die Zukunft noch zu verändern, da wir ja quasi mit „Wissen aus der Zukunft“ noch in der Vergangenheit leben und diese verändern können. Ein Thema, das eben in jedem Film über Zeitreisen schön visualisiert wird. Insgesamt ist also jetzt Prognose auch eine Form der Manipulation. Und da Prognosen nichts anderes als Statistiken sind, und Statistiken je nach angewandtem Algorithmus anders ausfallen, gilt sowieso: Die Aussage einer Statistik kann vom Ersteller zu manipulativen Zwecken beeinflusst werden!

Fakt ist also: Es ist quasi unmöglich eine korrekte Wahlprognose zu erstellen*.

  1. Weil die Akteure aufgrund der veröffentlichten Prognose ihr Verhalten ändern können
  2. Weil die Ersteller nicht wissen können, welches Voraussagemodel das Richtige gewesen sein werden wird

Es ist also ein bisschen wie in der Quantenphysik und bei Schrödingers Katze: Die Messung nimmt Einfluss auf das Ergebnis.

*Gruselfaktor

Die nächste Frage ist aber auch: Ist es überhaupt gewollt eine korrekte Prognose zu erstellen, oder soll die Prognose sogar noch beeinflussen??

Denn – Hand aufs Herz – wenn man Menschen wirklich nur ganz rein nach ihrem Gewissen entscheiden lassen wollte, dann verbietet es sich absolut, Prognosen zu erstellen. Denn jede Veröffentlichung ist Publicity und Beeinflussung. In einer wirklich lupenreinen Demokratie dürfte es also eigentlich keine Prognosen geben.

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