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Toleranz

Damit hat er schon recht gehabt. Aber wenn man nicht darüber spricht, so kommt es einer Selbstzensur gleich. Und Zensur mag ich halt überhaupt nicht. Also habe ich mich gefragt, wieso das überhaupt so ist. Generell möchte ich erstmal vorausschicken, dass es mir selbstverständlich auch schon passiert ist: Da äußert jemand eine Meinung, die meiner vollkommen widerspricht und ich denke: „Boah, was ist das für ein blödes Arschloch!“ aber auch „Wie kann man nur so bescheuert sein?“. Und genau mit dem letzten Quote fängt auch die Toleranz eigentlich schon an. Denn jeder Mensch hat eigene, andere Erfahrungen gemacht, die ihn geformt haben. Wir kennen alle den Spruch: „Urteile nicht über einen Menschen, solange du nicht in seinen Mokassins gelaufen bist“. Also seine Bürden auf dir gelastet haben und du die Welt aus seiner Perspektive betrachtet hast.

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Dies ist natürlich im Alltag gar nicht immer so leicht möglich. Unser Gehirn nimmt soviele Eindrücke auf, dass es 98% davon schon wegschmeissen (filtern) muss, damit wir den Tag überhaupt ohne Kollaps überstehen können – und nun sollen wir uns auch noch in andere hineinversetzen? Nun. Das wäre der Optimalfall. Aber oft reicht es schon, einfach wirklich tolerant zu sein. Toleranz bedeutet ja nicht, die Meinung zu teilen, sondern nur zu respektieren, dass jemand anders diese Meinung hat.

Natürlich darf und soll nicht alles akzeptiert werden. Mobdro Die Grenzen sind vor allem dort, wo Toleranz auf Intoleranz trifft. Hier machten Logikexperimente wie Conways „Game of Life“ oder das „Tit-for-Tat-Experiment“ klare Ergebnisse, dass zu tolerant sein gleichbedeutend mit Aussterben ist.

Gutmenschen gegen Nazis

Nein, wovon ich spreche ist das ganz aktuelle Thema Gutmenschen gegen Nazis. Da ist der eine im Freundeskreis, der Merkels Einladung an die Flüchtlinge vehement verteidigt, während der andere das als den Untergang des Abendlandes ansieht. Beide konnten vorher beste Freunde gewesen sein, aber an dieser Meinungsverschiedenheit zerbrechen Freundschaften. Ich finde, das muss nicht sein. Interessanterweise jedoch empfindet sich der Merkelliebhaber als Menschenfreund und „Guter“ und „Toleranter“, während der Patriotischere eher als „Nazi“ und „Intolerant“ angesehen wird. In der Regel bricht aber eher der „Gute“ die Freundschaft ab, als der „intolerante Nazi“. Denn „mit sowas“ kann man ja nicht mehr guten Gewissens befreundet sein.

Nun. Lustigerweise wären beide wohl noch immer beste Freunde und würden im selben Modeleisenbahngeschäft einkaufen, wenn sie sich niemals über Politik und Religionen unterhalten hätten.

Und das finde ich schade.

Aufruf zu echter Toleranz

Ich möchte deshalb zum Nachdenken anregen und euch alle zu echter Toleranz auffordern: Respektiert es, wenn andere eine andere Meinung haben. Natürlich gibt es da Grenzen. Niemand muss jetzt Vergewaltigungen oder Köpfe abhacken als Wochenendvergnügen tolerieren. Aber man sollte es respektieren, wenn andere anders denken. Man muss es ja nicht akzeptieren und kann sich weiter unterhalten, aber eben mit Respekt.

Denn während die „Gutmenschen“ in der Tat oft wirklich nett sein können (aber manchmal auch etwas dummer sind), sind die „Nazis“ oft eher diejenigen, die ihren Freunden echte Loyalität auch in schwierigen Zeiten entgegenbringen. Man darf nicht alles nur schwarz-weiß sehen, sonst sieht man hinterher wirklich überall nur noch Hakenkreuze.

Tolerieren entspringt einem Wortstamm, der „ertragen“ bedeuten Mobdro APK Android kann. Ich denke, Freundschaften sollten verschiedene Meinungen ertragen können. Überlegt mal bitte sowieso, wie viele verschiedene Themen es in der Welt gibt. Es ist absolut unmöglich einen Freund zu finden, der in jedem Theme der gleichen Meinung ist (wie man selbst). Wieso ist es OK, wenn jemand mein Wohnzimmer in blau schöner fände, während ich es orange gemacht habe? Wieso ist es nicht OK, wenn jemand sagt: „Deutsche sollten sich erstmal um ihre eigenen Probleme kümmern, bevor sie Wirtschaftsflüchtlinge aus dem Meer fischen“? Wieso fährt der Mercedes-Fan auch mal beim Freund im Opel mit? Aber wieso setzt sich plötzlich der grüne Renault-Fan nicht mehr in den Mercedes seines Freundes, bloss weil der gesagt hat „Claudia Roth ist eine eklige, dumme Fotze“?

Ich persönlich bin der Meinung, dass uns alle mehr eint, als uns trennt. Und Deutschland steht vor schwierigen Zeiten. Da sollten wir uns nicht noch selbst zerfleischen. Und schon gar nicht sollten wir uns selbst gegenüber weniger Toleranz zeigen, als zumindest einige von uns sie Menschen entgegenbringen, die in unserem Kulturkreis nun wirklich nichts zu suchen haben.

Ja. Ihr habt es schon erkannt. Wer es schwarz-weiß sehen will, sieht mich definitiv eher als Nazi, denn als Gutmensch

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